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Aus dem Depot - selten gezeigte Objekte aus den Sammlungen

31.3.2017 - 17.9.2017

Die Sammlungen des Herrnhuter Völkerkundemuseums entstanden seit 1878. Missionare der Evangelischen Brüder-Unität brachten von den Völkern, mit denen sie in ihren Missionsgebieten in Kontakt kamen, verschiedenste Gegenstände mit nach Herrnhut. Diese gelangten meist in das Museum, wo sie den Besuchern anschaulich die Lebensweise und Kultur jener Menschen vermitteln sollten. Der Vorstand des "Museum-Vereins" bemühte sich von Anbeginn an jedoch auch darum, aus anderen Regionen Gegenstände zu erwerben. Um 1890 wurde zum Beispiel eine größere Sammlung aus Melanesien - Neuguinea, Neu-Irland, Neubritannien - angekauft, die in den letzten Jahrzehnten nicht mehr ausgestellt war. Auch aus China kamen auf unterschiedlichen Wegen kleinere Sammlungen und Einzelobjekte in den Bestand.

Erweitert wurde das regionale Spektrum der Sammlungen Ende des 20. Jahrhunderts mit der über 500 Nummern umfassenden Schenkung von Vigo L. Glaß (1919-2008), der im diplomatischen Dienst der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in mehreren Ländern tätig und kulturhistorisch sehr interessiert war. All diese Sammlungsobjekte sind wertvolle Zeugnisse für den Reichtum und das handwerklich- künstlerische Vermögen anderer Kulturen.

Diese Objekte dauerhaft zu bewahren und der Öffentlichkeit zu präsentieren ist eine Verpflichtung für das Museum. Bei ihrer Auswahl wurde vor allem darauf geachtet, einen möglichst repräsentativen Querschnitt durch die reichhaltigen Sammlungen des Völkerkundemuseum Herrnhut darzubieten.

Foto: Johanna Funke
Foto: Johanna Funke
Foto: Johanna Funke
Foto: Johanna Funke
Foto: Johanna Funke
Foto: Johanna Funke