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Ethnographische Sammlung

Das Völkerkundemuseum Herrnhut bewahrt gegenwärtig rund 6000 ethnographische Objekte. Zum überwiegenden Teil gelangten diese vorwiegend von Missionaren der Evangelischen Brüder-Unität gesammelten Gegenstände in der Zeit zwischen 1878 und 1940 in den Bestand.

Die Sammlung des Völkerkundemuseums Herrnhut gehört auf Grund ihrer Geschichte in die Reihe der Missionsmuseen. Dabei zählt das 1878 gegründete Herrnhuter Museum (mit seinem Vorläufer, dem seit 1758 nachweisbaren Naturalienkabinett der Brüder-Unität) zu den ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum Mit seinem im Gründungsnamen geäußerten Anspruch eines "ethnographischen kultur- und naturhistorisch-wissenschaftlichen Museums" stellt es innerhalb der Missionsmuseen, die vordergründig zur "Missionspropaganda" gegründet wurden, eine der wenigen Ausnahmen dar.

Durch die Übernahme aus anderen Einrichtungen (1926 – Sammlung der Missionskinderanstalt Kleinwelka, 1947/48 – Reste des brüderischen Naturalienkabinetts Barby/Niesky, um 1960 – brüderische Sammlung aus Neudietendorf) sind in der Gegenwart große Teile der ethnographischen Sammlungen aus den Missionsgebieten der Brüder-Unität in Herrnhut konzentriert.

Von ihrer Provenienz her stammen sie in der Mehrheit aus jenen Regionen, in denen die Herrnhuter Missionstätigkeit betrieben.